Buschrosen
Hinweise zu Auswahl, Pflanzung, Pflege und Winterschutz – als kompakte Akkordeons mit den Originaltexten, Bildern und hilfreichen Links.
Beachtenswertes beim Kauf der Buschrose
- Überlegen Sie, wo die Rose platziert werden soll – welchen Effekt wünschen Sie? Benötigen Sie einen Dauerblüher fürs Beet, eine pflegeleichte Ecke in der Sonne oder einen eindrucksvollen Weg zur Haustür?
- Entscheiden Sie sich je nach Standort für Wuchsform, Höhe, Platzbedarf und eine passende Farbe. Letztere können Sie direkt im Pflanzencenter auswählen.
- Kaufen Sie Rosen beim Produzenten, denn sie reagieren empfindlich auf Austrocknung. Eine pflanzbare Rose erkennen Sie an straffer, grüner Rinde. Lassen Sie die Wurzeln nie ungeschützt liegen, sondern pflanzen oder schlagen Sie sie sofort ein.
- Achten Sie auf Qualität: mindestens drei Triebe (einer darf 5 cm über der Veredlungsstelle entspringen), unverletzte Wurzeln und insgesamt gesunde Pflanzen.
Buschrosenpflanzung mit Pflanzschnitt
Legen Sie Pflanzstelle und Abstand fest. Die Pflanzgrube sollte rund 1,5 mal so groß sein wie der Wurzelballen. Gröbere Wurzeln dürfen leicht eingekürzt werden, Feinwurzeln bleiben erhalten und dürfen in der Grube nicht nach oben zeigen. Lockern Sie unbedingt die Ränder der Grube.
Frischer Mist gehört nicht hinein. Vermischen Sie den Aushub stattdessen mit Kompost, Rosenerde oder gut verrottetem Mist. Stellen Sie die Rosen vor dem Pflanzen 2–3 Stunden ins Wasser, füllen Sie die Erde ein und rütteln Sie die Pflanze leicht, während Sie antreten.
Die Veredlungsstelle sitzt 5 cm unter der Erdoberfläche – so bleibt sie vor Frost geschützt. Nach dem Pflanzen wird angehäufelt: im Herbst als Frostschutz, im Frühling gegen Verdunstung, bis die Wurzeln nach 4–6 Wochen eingewachsen sind.
Der Pflanzschnitt fördert Verzweigung und Anwachsen. Kürzen Sie über dem 3.–4. Auge ein. Im Herbst pflanzen Sie ungeschnitten und schneiden zur Forsythienblüte. Im Frühjahr kann der Pflanzschnitt bereits in der Baumschule erfolgen. Abschließend einen kleinen Erdwall formen und kräftig wässern.
Veredelungsstelle einer Buschrose |
Pflanzfertig geschnittene Buschrose |
Rückschnitt der Buschrosen
Grundsätzlich gilt:
- Der endgültige Rückschnitt erfolgt im Frühjahr zur Forsythienblüte.
- Immer rund 0,5 cm über einem Auge schneiden.
- Verblühte Blüten im Sommer entfernen, um den nächsten Flor zu beschleunigen. Im Herbst dürfen sie stehen bleiben.
- Ein leichter Formschnitt im Herbst ist möglich, sollte aber mindestens 30 cm über der Erde erfolgen.
- Erfrorenes oder krankes Holz grundsätzlich entfernen.
Nach Rosengruppen:
- Edelrosen: Rückschnitt im Frühjahr auf 3–4 Augen; Sommerschnitt fördert zweiten Flor.
- Beetrosen: analog zu Edelrosen.
- Strauchrosen und Wildstrauchrosen: Auslichtung statt jährlichem Rückschnitt; Sommerschnitt nicht erforderlich.
- Bodendecker und Kleinstrauchrosen: in den ersten 2–3 Jahren zur besseren Verzweigung zurückschneiden, später alle 2–3 Jahre stärker einkürzen.
- Kletterrosen: wie Strauchrosen behandeln.
- Zwergrosen: wie Edelrosen schneiden.
Winterschutz der Buschrosen
Wichtig für frostharte Gehölze: nicht zu spät düngen, spätestens bis Ende Juni. Dann ist das Wachstum abgeschlossen und die Triebe verholzt; Kalium stärkt zusätzlich. Moderne Sorten sind robuster, dennoch lohnt leichter Schutz.
Ein halber Eimer Kompost auf dem Wurzelbereich liefert Winterschutz plus Nährstoffe für das Frühjahr. Den Bereich darüber mit Nadelzweigen umstellen. Der Rest der Pflanze bleibt ungeschützt – selbst nach starkem Frost treiben die Augen wieder aus, wenn Sie etwas Geduld haben.